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Nie wieder Kantstraße...! |
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21. Mai 2009 um 12:20 |
Der frühere Franzosenlauf, der 1981 von den französischen Alliierten ins Leben gerufen wurde und zwischendurch "25 km von Berlin" hieß, heißt nun BIG25. Wie sollte es in Zeiten von HSH Nordbank-Arena, easycredit-Stadion und o2-World anders sein, ist BIG natürlich der Hauptsponsor. Aber wie es sich in den letzten Jahren etabliert hat, wurde neben dem traditionsreichen 25km-Lauf auch ein 10km-Lauf angeboten. Nachdem es eigentlich nach einer vollen Besetzung von "Bin ich Läufer, oder was?" aussah, blieben am Ende nur Marc, Mary und ich übrig, die sich beteiligt haben. Marc mit neuer Uhr über die 25 km sowie Mary und ich über die 10 km.
 Das Highlight des Laufes ist immer der Zieleinlauf im Olympiastadion, den man nach dem ewigen Anstieg über Kant- und Reichsstr. dann aber auch wirklich verdient hat. Silke und Thea waren mit ihren Fahrrädern als mobile Fans dabei und haben schöne Fotos und Videos (YouTube) gemacht. Was sonst noch geschah? Einfach weiterlesen...
Der Plan war eigentlich seit einiger Zeit mal wieder mit einer größeren Mannschaft an einem Lauf teilzunehmen. Silke, Laura und Domi sagten ihre Teilnahme recht kurzfristig ab, so dass am Ende doch nur drei LäuferInnen übrig blieben. Silke konnte sich aber zumindest aufraffen, als Fan aus der Haustür zu treten und ihre Digicam gekonnt einzusetzen.
Mit meiner guten Bestzeit über 10 km von vor einigen Jahren durfte ich mich am Start ziemlich weit vorne einreihen und hatte so die Möglichkeit, quasi neben den Favoriten zu starten. Diese Chance habe ich auch genutzt und bin wahrscheinlich auf vielen Fotos der Pressefotografen, die auf dem Olympischen Platz standen, drauf. Das bescherte mir dann auch einen schnellen ersten Kilometer in 4:04 Minuten. Dem musste ich leider am Ende Tribut zollen, aber es war trotzdem mal wieder ein schönes Gefühl. Die ersten vier Kilometer liefen auch noch ganz gut: jeweils unter 4:16 Minuten.
 Dann folgte allerdings der Einbruch. Es war der Kilometer, auf dem die beiden Videos von mir entstanden sind. Auf dem ersten Video reicht es immerhin noch für ein Winken in die Kamera, im zweiten Video nur noch für den Hinweis, dass Silke auf dem Bürgersteig bleiben soll... Für diesen 5. Kilometer habe ich dann auch unglaubliche 5:51 Minuten gebraucht, was mir wohl in den letzten Jahren ohne Verletzung noch nie passiert ist.
Es wurde dann nochmal ein kleines bisschen besser und ich habe die Kilometerzeiten wenigstens um 5 Minuten halten, was angesichts der schnellen ersten Kilometer ok war, auch wenn ich gerne etwas zügiger durchgekommen wäre. Der Anstieg ab Kilometer 4,5 über die Kantstr. und in Fortsetzung über die Reichsstr. und die Olympische Straße ist aber wirklich schon ziemlich heftig. Nicht, dass das etwas Neues wäre, aber es ist doch jedes Mal bitter festzustellen, was es ausmacht, wenn man nicht nur eine gerade Strecke hat. Von daher ist die Zielzeit von 45:55 Minuten (Platz 140 von 2150 Finishern) auch nicht mit der 44:29 Minuten vom Lauf der Sympathie zu vergleichen, trotzdem fehlen 90 Sekunden. Allerdings entschädigt der Zieleinlauf ins Olympiastadion auf der neuen Bahn für die Leichtathletik-WM für einiges, auch wenn das Stadion natürlich weitgehend leer ist und nur auf der Haupttribüne ein paar Zuschauer auf ihre Lieben warten. Dort wartete ich dann auch auf Mary, die auch auf der schwierigen Strecke (Video von der Kantstr.) vom großen Ziel der 60 Minuten-Grenze nicht weit entfernt war und mit 1:03:57 auf Platz 1432 einkam.
Über Marcs Zustand auf der Strecke kann ich nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass er mit seiner Zielzeit von unter 2:20 Stunden sehr zufrieden war und sich auch auf der Strecke wesentlich besser gefühlt hat als im letzten Jahr. Das war insofern eine wichtige Erkenntnis, denn Training scheint zumindest für das Wohlergehen auf der Strecke einiges zu nutzen. Das kann man auf dem Video bei Kilometer 20 nicht so richtig erkennen... Am Ende kam er mit genau 2:19:41 Stunden übrigens auf Platz 2008 von 4139 Finishern. Marc konnte dabei im Ziel die Stopp-Taste seiner neuen Uhr drücken, die er wenige Tage zuvor zum Geburtstag bekommen hatte und auf der er jetzt sehen kann, wie schnell er welchen Kilometer zurückgelegt hat.
Das alles schauten sich Thea, Mary und ich schon von der Ehrentribüne des Olympiastadions aus den Ledersesseln an, in denen sonst Dieter Hoeneß das Gekicke seiner Hertha anguckt. Zwar lag die Tribüne nicht in Sonne, aber wir wollen uns mal nicht beschweren.

Für die Statistik noch meine Zeiten:
| Kilometer | Km-Zeit | Zwischenzeit | | 1 | 4.09.59 | 4.09.59 | | 2 | 4.15.17 | 8.19.76 | | 3 | 4.11.92 | 12.31.68 | | 4 | 4.15.56 | 16.47.24 | | 5 | 5.51.53 | 22.02.78 | | 6 | 4.59.53 | 27.02.31 | | 7 | 4.48.10 | 31.50.41 | | 8 | 4.43.33 | 36.33.85 | | 9 | 5.02.27 | 41.36.12 | | 10 | 4.22.05 | 45.58.17 |
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Zuletzt überarbeitet ( 21. Mai 2009 um 13:37 )
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